30 Aug
Männer 1
Mit einem stark verjüngten Team in die Oberliga-Saison 2026/27
Nachdem neun Spieler ihre aktive Karriere beendet haben, steht in der ersten Herrenmannschaft ein großer Generationswechsel an. Neben zwei Neuen ist das die Chance für junge Nachwuchsspieler.
Die vergangene Saison war für uns lehrreich. Nach einem schwierigen Start, der uns schon vor Weihnachten gefordert hat, haben wir uns nicht beirren lassen, sind Schritt für Schritt stabiler geworden und haben uns den Klassenerhalt mit einer ordentlichen Charakterleistung schon ein paar Spieltage vor Schluss gesichert.
Vor der neuen Saison steht allerdings ein großer Umbruch an. Mit Christian Kurz, Lukas Donaubauer, Tobias Lachnit, David Borger, Tobias Strutz, Jan Schaller, Moritz Kube, Marlon Schubert und Vincent Daufratshofer verlassen uns neun Spieler auf einmal, die meisten mit dem Ende ihrer aktiven Karriere. Das ist kein normaler Generationswechsel, das ist ein Schnitt: Diese Namen haben den SCUG über Jahre geprägt und standen letzte Saison oft gemeinsam in der Startformation. Einen Abwehrchef wie Chris Kurz oder einen Spielgestalter wie Luke ersetzt man nicht von heute auf morgen.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich einige zuletzt ein Bein ausreißen mussten, um es mit Verletzungen und Beruf überhaupt regelmäßig ins Training zu schaffen, was auf Dauer nur schwer trägt. Mit dem jungen Team gehen wir die neue Saison deshalb zwar von einer fitteren, konstanteren Trainingsbasis an, aber eben auch wesentlich unerfahrener, und unterm Strich steht oft noch nicht die Effektivität der Vorbilder.
Der Umbruch schafft aber auch Raum. Junge Spieler wie Christoph Eiting, Norick Huß und Felix Behr sind jetzt dran, und zwar nicht mehr mit ab und zu einem Einsatz, sondern als feste Größen, auf die wir Woche für Woche Verantwortung übertragen. Gleichzeitig schlüpfen Mika Kroll, Chrissi Büttner und Alex Hartl in eine neue Rolle, und die alten Jungen werden zu den neuen Alten: Arne Sturm, Zacharias Flierl, Tobi und Luci Sannig sowie Timo Ohmen müssen mehr Verantwortung übernehmen, vor allem in der Abwehr, wo der Innenblock im 6-0-Verbund komplett neu zusammenwachsen muss. Was Coach Manu Hattenberger dabei zuversichtlich stimmt: Die Charaktere passen zusammen, in der Kabine wächst gerade ein echtes Team.
Auf dem Transfermarkt tut sich dabei auch noch etwas. Auf ein paar Positionen wollen und werden wir uns noch verstärken, einfach um die jungen Spieler bei Körperlichkeit und Verantwortung nicht zu überlasten und um die Erfahrung, die uns durch die Abgänge verloren gegangen ist, zumindest ein Stück weit aufzufangen. Neben Torwart Marvin Wollek, der bereits in der Rückrunde 25/26 dazugestoßen ist, hat sich auch der erfahrene Linkshänder Luca Geiß (vom HRW Leipheim) uns angeschlossen.
Das Ziel bleibt klar der Klassenerhalt, und der ist in dieser Liga alles andere als ein Selbstläufer. Die vier Aufsteiger Kempten, Dachau, HT München 2 und Niederraunau, sind allesamt stark einzuschätzen, dazu gibt es wieder vier direkte Abstiegsplätze. Und mit Ismaning und Haunstetten kommen zwei Mannschaften aus der Regionalliga zurück, die die Liga genau kennen. Eng wird es also von Anfang an.
In der Vorbereitung haben wir an mehreren Punkten gearbeitet: an der Torgefahr aus dem Rückraum und über die zweite Welle, am Abwehrverbund mit den jungen Spielern und an einem alternativen Abwehrsystem.
Ansonsten gilt für uns vor allem eines: beherzt Zweikämpfen, mit Idee angreifen, geschlossen verteidigen und immer geistesgegenwärtig bleiben. Wir freuen uns drauf, los geht's.
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